Was bedeutet eigentlich der Begriff  Esoterik?
 

 

Esoterik bezeichnet seit der Antike ein religiöses Geheimwissen, welches nur einem inneren Kreis von  Eingeweihten   zugänglich ist.

Der Name leitet sich aus dem griechischen Adjektiv esoteros ab. Wörtlich übersetzen kann man  Esoterik mit „das innere, innerliche, verborgene, geheime (Wissen)“ bzw. „zum inneren Kreis gehörig“.
 

Der Esoterik werden Lebensanschauungen  zugeordnet, die darauf  beruhen das Kräfte und Einflüsse außerhalb der naturwissenschaftlichen Weltanschauung existieren . Wenn man nun bedenkt das man lange Zeit fest daran glaubte, dass die Erde den Mittelpunkt des Kosmos bildet und die Form einer Scheibe hat, so ist das auch nur ein Beispiel dafür, das der aktuelle Stand der "Wissenschaft" nicht unbedingt mit der Realität übereinstimmt.
 

Wer Esoterik erfassen und begreifen möchte, muss sich mit einer Innenseite aller Dinge, aller Ereignisse und aller Wesen vertraut machen. Diese Innenseite des  Wirklichen lässt sich mit dem üblichen Verstand nicht begreifen.

Der Strom der bei uns wohl aus jeder Steckdose kommt, ist auch so etwas, das man ohne die Hintergründe seiner Entstehung  zu kennen, nicht begreifen kann . Kommt man mit ihm in Berührung, weiß man das er da ist, obwohl man in nicht sehen, hören, oder riechen kann.

Die Esoterik  ist heutzutage ein Sammelbegriff  für  weltanschauliche Strömungen, die gemeinsam haben, dass Zusammenhänge aus geistiger, metaphysischer Sicht erklärt werden, und die eine rein naturwissenschaftliche Betrachtungsweise ablehnen.
Spiritualität, Astrologie, Geomantie, Okkultismus, Magie aber ebenso alternative Medizin und UFO - Forschung sind nach außen sichtbare Teilbereiche der Esoterik.

Der  Normalverstand erfasst aus esoterischer Perspektive nur die äußerlichen Aspekte der Wirklichkeit.

Das innerlich Verborgene aber ist das eigentliche Wesen aller Dinge. Dieses Wesen lässt sich erfühlen, erspüren, erleben.

Es offenbart sich in begnadeten Momenten nur der wachen Seele.

In der Esoterik  sammelt sich Wissen aus unterschiedlichen Religionen, Philosophien und Lebensanschauungen.
Das so genannte „mystische Wissen“ der Esoterik wird in der Tradition der auf  Hermes  Trismegistos  zurückgehenden antiken  Geheimlehre ebenso als  Hermetik  bezeichnet.

Auch wenn esoterische Vorstellung in früheren Zeiten häufig  Allgemeingut  waren, überlieferte sich fast  überall  das "höhere" Wissen der Priester, Eingeweihten und Schamanen in den meisten Traditionen mündlich an ausgesuchte Schüler.

 

Die klassische Esoterik war schulmäßig in Orden, Logen und esoterischen Schulen organisiert und pflegte ein exklusives Sonderwissen.

 

Seit  Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich die Esoterik inhaltlich zu einer Weltanschauung gewandelt, die sich als allumfassend und universalreligiös sieht und das angenommene ‚Ur-Wissen‘ aller Religionen, Weisheitstraditionen und esoterischer Forschung zu vereinen sucht.

Aufgrund der "Esoterik-Welle" seit den 1980er Jahren ist die Esoterik zu einer Massenbewegung  mit  Breitenwirkung geworden, die viele teilweise widersprüchliche Teilströmungen umfasst.

 

Das menschliche Innenleben und die Seele werden im Vergleich zum durchschnittlichen Leben sehr stark thematisiert.

Gott wird in der Esoterik nicht jederzeit als persönliches Gegenüber, sondern ebenso als die "höchste Schwingung“ als die "vollkommene Liebe“, aufgefasst.

Die Wirklichkeit wird als Erscheinungsform fließender Energie aufgefasst die von Gott ausgehe und auf verschieden Ebenen  verschiedene  Eigenschaften besitze.

 

Der Unterschied unter Gott, Mensch, Tier, Pflanze, Erde, Mineralien und Atomen wird nur graduell gesehen, denn alle gelten als sich selbst bewusste Lebewesen mit freiem Willen.

Die Chakren sind nach dieser Auffassung die Energiezentren eines jeden Lebewesens, mit denen es mit dem gesamten Sein im Austausch steht.

 

Esoteriker glauben in der Regel an die Reinkarnation (Wiedergeburt), verbunden mit der Vorstellung, dass sich die Seele von Leben zu Leben evolutionär  zum Besseren entwickle, soweit dies vom Menschen angestrebt wird.  Dahinter steckt sogar eine gewisse Logik, denn eine "Welt" , wo oder wie sie auch immer Existieren sollte, in der alle friedlich miteinander Leben, ließe sich nur so erreichen.

Schicksalsschläge werden als "Wille des Schicksals“ und "Folge des Karmas“ akzeptiert und als Möglichkeiten zum Lernen oder zur Läuterung betrachtet.

 

Viele wichtige Ereignisse eines irdischen Lebens werden nach dieser Auffassung vor dessen Antritt selbst ausgesucht beziehungsweise ihr Eintreten wurde im Voraus gebilligt.

Für Esoteriker ist vieles im heutigen Leben eine karmische Folge eigener Handlungen in vorangegangenen Leben. Esoteriker sehen darin das Ursache/Wirkungsprinzip, welches ebenso für so genannte Zufälle eine Ursache liefere, die sich mit den bekannten Naturgesetzen nicht erklären ließen.

Nach dem Leitspruch „wie oben so unten“ basieren Reaktionen auf Gleichnissen das Gleiches Gleiches hervorrufe.

 

Praktisch befasst sich die Esoterik oftmals mit  Empfehlungen  zum  Gebet oder der Meditation, zur persönlichen und universellen Liebe, dem Umgang mit der Schöpfung, Lebenszielen, der Reflexion von Schicksalsschlägen, dem Umgang mit Naturelementen (Wasser beziehungsweise Wasseradern im Erdreich, Edelsteine, Düfte, Arzneimittel), der Ernährung oder, im Einzelfall, ebenso zur Sexualität.

Weitere  Praktiken, die von einigen  Menschen  zur Esoterik  gezählt  werden  sind  Channeling, Astrologie, Tarot, Pendeln, Wünschelrute, I Ging, Numerologie und manche Methoden der Alternativmedizin wie Homöopathie, Reiki, Aura Soma, Bach-Blüten, Psychokinesiologie, Feng Shui, Edelsteintherapie, Reinkarnationstherapie oder Familienstellen.

Viele Esoteriker sind der Meinung, das Leben von sich und anderen (zum Beispiel bei Krankheit oder psychischen Beschwerden) mittels der persönlichen Einstellung, Gebeten, Ritualen und Gedankenkraft sehr stark beeinflussen zu können.

 

 

Alan Gabriel@esoterik-info.com